Danarbeit des Andreas Hogrefe


geschrieben in Halle
am 14.04.94

Schriftliche Arbeit von Andreas Hogrefe,
1.Kyu Shorai-Do-Kempo



gewidmet meinem Meister Wladimir Oleg Dexbach
6. Dan Begründer des Shorai-Do Kempo



angefertigt zur Prüfung zum 1. Dan

Zum Thema: Wie hat Shorai-Do-Kempo mein Leben beeinflußt?



Shorai-Do-Kempo kann nur zum Anfang des Übens ein Leben beeinflußen. Man richtet seinen Wochenablauf nach den Trainingszeiten - mehr nicht! - versucht man aber die Philosophie und den wahren Grund zu Üben zu verstehen, wird aus dieser "Beeinflußung" ein Lebensinhalt.

Shorai-Do-Kempo versteht sich nicht als Sport, sondern als Lebensschule und Lebensweise.


Schüler die anfangen Shorai-Do-Kempo zu trainieren, haben verschiedene Gründe und Motive.

Versucht man aber den Weg zu gehen und zu verstehen, werden diese sich ändern.

Und irgendwann, egal welcher Mensch, das Motiv wird das gleiche sein.

Das Ziel ist die Harmonie von Körper und Geist. Aber wichtiger für jeden ist der Weg dorthin, das Lernen und Begreifen.


Man fängt an seinen Körper zu üben, Techniken zu erlernen ohne Zusammenhänge zu erkennen. Im Laufe der Zeit ändert sich das.

Man versucht sich selbst zu überwinden.

Wenn man hart an sich selbst trainiert stellt man Veränderungen fest, nicht nur körperliche sondern auch geistige. Eine andere Einstellung zu verschiedenen Dingen wird sich zeigen und man wird Problemen anders gegenüberstehen.

Es werden Verantwortungsbewußtsein, Selbstvertrauen und Selbstbeherrschung geprägt.

All das ist allerdings eine Folge vieler Jahre harten Trainings.


- Auch der längste Marsch begann mit dem ersten Schritt. - Das Leben ändert sich.


Mein Leben hat sich geändert, als mir die Gelegenheit gegeben wurde andere Schüler in Shorai-Do-Kempo auszubilden. Ich setzte viel Energie und Kraft ein und Dojo Halle-Ammendorf entstannt.

Jetzt wurde Shorai-Do-Kempo zum Lebensinhalt.

Ich habe eine große Verantwortung übernommen und war mir dessen auch bewußt.

Die Verantwortung meinen Schülern und Shorai-Do-Kempo gegenüber.
Wie jeder Übungsleiter mußte ich auf viele Dinge im Interesse Shorai-Do-Kempos verzichten, was mir aber gar nicht bewußt war, da ich eine Aufgabe hatte.

Meine Bemühungen zeigten Erfolg, denn ich sah, daß viele meiner Schüler fleißiger trainierten und versuchten tiefer in Geschichte und Kultur Ostasiens einzudringen.

Shorai-Do-Kempo Dojo Halle-Ammendorf wurde immer größer, es kamen immer mehr die die Kampfkunst Shorai-Do-Kempo erlernen wollten.

Aus einer Trainingsgruppe wurden drei.

Dies alles ist geschehen als ich noch in einem Großbetrieb tätig war, und in Schichten arbeitete.

Privatleben gab es kaum noch, obwohl ich mit meiner Freundin und unserem Sohn zusammen lebe.

Bald sah ich ein, daß es so nicht weiter gehen konnte und suchte nach einer Lösung, die mir mehr Zeit für Training und Familie verschaffte.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich in dem Betrieb aufhörte zu arbeiten und kündigte.

Die Idee eines Ladens für ostasiatische Geschenk- und Kampfsportartikel entstand.

Ich bemühte mich und es brauchte sehr lange und viel Durchsetzungsvermögen, bis ich endlich einen Laden, einen Kredit und einen zuverlässigen Partner hatte.

Die gesamte Zeit war ich mir der Unterstützung und des Rückhaltes von Shorai-Do-Kempo und meinem Meister Wladimir O. Dexbach voll bewußt und dessen sehr dankbar.

Am 4. 12. 1993 eröffnete ich den


- ASIA SHORAI-DO-KEMPO SHOP -

und meine Idee erwies sich als richtig.

Ich habe mehr Zeit für Training und Familie und ich habe mein Auskommen. Dies alles wäre ohne Shorai-Do-Kempo nicht möglich gewesen.

Alles was ich tue bezieht sich auf Shorai-Do-Kempo. Shorai-Do-Kempo ist zum alleinigen Lebensinhalt geworden.

Heute habe ich Schüler die in jeder Beziehung voll hinter mir und Shorai-Do-Kempo stehen.

Weiterhin konnte ich mit der Unterstützung von Sensei Wladimir O. Dexbach einem Schüler von mir eine Existenz geben. Er war arbeitslos, jetzt ist er Übungsleiter in einem weiteren Dojo von Shorai-Do-Kempo und wir können uns voll auf ihn verlassen.


- Der Weg geht nach vorn - ohne Ende! -

- Der Weg in die Zukunft mit Kampfkünsten -



Vielen Dank meinem Meister Wladimir Oleg Dexbach

von seinem Schüler Andreas Hogrefe


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